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Geschichte der Nikolaischule

Die Geschichte der Nikolaischule ist auch ein Stück Stadtgeschichte, insbesondere was die Entwicklung des Schulwesens in unserer Stadt angeht. So ist die Nikolaischule nach dem Ostendorfgymnasium die älteste Schule Lippstadts.

Anfänge unserer Schule finden wir im Jahr 1435 in der Kirchengemeinde St. Nicolai. Im “Süsterhaus“ des Klosters ’St. Annen Rosengarten’ unterrichteten Nonnen die Kinder der ’katholischen Gemeinde’. 1717 veranlasst König Friedrich Wilhelm I. die allgemeine Schulpflicht in Preußen. Das wirkte sich auch auf nicht von Preußen regierte Landstriche aus. Mit seinem “Publicandum" gibt Pfarrer Jodokus Denker 1809 die Ablösung der bisherigen Schule durch die neue ’Küsterschule’ bekannt. Ihr erster Lehrer ist der Küster Hermann Ignaz Knievel.

1848 wird im Land die Trennung der Schulanstalten nach Konfessionen vollzogen. Mit dieser Regelung sieht das Landesarchiv Münster das Jahr 1848 als unser eigentliches Gründungsjahr an. Seither existiert die “katholische Nikolaischule“ in öffentlich-rechtlichem Sinn. 1898 wird er Name “Nikolaischule“ erstmals  urkundlich erwähnt.

Die ständig wachsende Schülerzahl erforderte immer mehr Schulraum. 1863 zieht die Nikolaischule in das Turmschulgebäude, Klosterstr. 8 ein (heute KITA ’Verein für unsere Kinder’). In den folgenden  Jahren muss der Schulraum erweitert werden. 1876 folgt die ’Knabenschule’ an der Klosterstraße, 1886 die ’Neue Mädchenschule’ an der Weihenstraße.

Nach dem Krieg ergänzt das ehemalige Gebäude des evangelischen Krankenhauses an der Kolpingstraße den Schulkomplex. 1965 weist unsere Statistik 400 Schülerinnen und Schüler aus, davon 45 Kinder ausländischer Mitbürger, eine Folge der Zuzüge, damals sog. Gastarbeiter.

Mit der allgemeinen Schulreform im Jahr 1970 wird aus der bisherigen katholischen Volkschule per Abstimmung eine städtische Gemeinschaftsgrundschule. 1974 zählt die Nikolaischule 582 Schülerinnen und Schüler, davon haben 243 Kinder ausländische Eltern.

Ende der 70-er Jahre genügen die Schulgebäude im Umfeld der Nicolaikirche nicht mehr den Anforderungen zeitgemäßer Schulausstattung. 1980 zieht die Nikolaischule mit damals 350 Grundschulkindern in das grundschulgerecht eingerichtete jüngste Gebäude des früheren Kreisberufsschulkomplexes - Ostendorfallee 3 - um.

Im Jahr 1985 wird unsere Turnhalle an der Ostendorfallee eingeweiht. 

1995 wird der Schulhof mit Spielburg, Sitzgelegenheiten und Spielgeräten neu gestaltet.

Im Jahr 2000 beginnen wir mit der freiwilligen Schülerbetreuung in Tageseinrichtungen (SIT). Hier bieten wir den Kindern eine Mittagsmahlzeit. Angeleitete Freizeitgestaltung sowie die Möglichkeit, der Unterstützung beim Anfertigen der Hausaufgaben kennzeichnen das Angebot. 2005 werden in NRW alle Schulkindergärten geschlossen. Zukünftig besuchen alle Schulanfänger die sog. flexible Schuleingangsphase. 

Mit Beginn des neuen Schuljahres 2005/06 wird die Nikolaischule ’Freiwillige Offene Ganztagsschule’. Träger dieses Angebots ist die ’PariSozial’ in Lippstadt. Gleich zu Beginn sind 50 Kinder angemeldet worden. Damit starten wir gleich mit 2 Gruppen.  

In den Jahren 2007 bis 2009 gestalten wir unsere Schulräume nach einem kinderfreundlichen, für unser Schule entworfenen Konzept. Das ist eine Aktion unseres Fördervereins, unterstützt von engagierten Eltern und in Zusammenarbeit mit der Stadt.

Der ausführliche Text und weitere Berichte finden sich in unserer Festschrift zum 150-jährigen Schuljubiläum und in der ausführlichen Fassung unseres Schulprogramms, das in der Schule zur Einsicht bereit steht.